Warum Clubhouse Ihrem Unternehmen nicht hilft!

Sind Sie schon Mitglied im Club(house)?

Ihr erster Impuls: „Noch ein Kanal, um den ich mich kümmern muss?” Wir möchten Ihnen eine Einordnung geben.

Was genau ist Clubhouse eigentlich? Clubhouse ist eine audiobasierte Social-Network-App, die – im Gegensatz zu anderen wie Facebook, Instagram und Twitter – nicht auf Text und Fotos basiert, sondern auf Audio.

Statt Unternehmensseiten wie bei Facebook gibt es bei Clubhouse themenbasierte Räume. Diese kann man einfach beitreten, ihnen folgen und den Gesprächen zuhören.

In den Räumen gibt es eine virtuelle Bühne, auf der sich die Protagonisten austauschen. Das charmante ist aber, dass man „auf die Bühne geholt werden kann”, wenn man eine Frage hat oder etwas zu dem Thema beitragen möchte. Somit kann jeder mitdiskutieren und die Runde bereichern. Durch die Bühnenstruktur wird sichergestellt, dass die Gespräche strukturiert ablaufen und nicht einfach alle durcheinander sprechen.

Genau darin liegt der große Vorteil, dass man sich direkt austauschen kann. Dass der Austausch über Sprache funktioniert, wie bei einer Telefonkonferenz, hat den Vorteil, dass man seine eigenen Ansichten oder Meinungen anders und vielleicht besser kommunizieren kann als auf schriftlichem Weg. Man kann direkt auf Nachfragen reagieren und kann ggf. auftretende Missverständnisse direkt ausräumen.

Ein weiterer Unterschied zu den klassischen Social-Media-Plattformen ist, dass die Veranstaltungen zeitlich exklusiv sind. Das bedeutet, dass es keine Aufzeichnungen gibt und man nur das Event mitbekommt, wenn man zum entsprechenden Zeitpunkt an dieser Runde teilnimmt. Dies kann unterwegs sein, bei der Hausarbeit oder einfach entspannt im Sessel.

Dies kann dann besonders reizvoll sein, wenn wie in der Vergangenheit regelmäßig Prominente oder Wirtschaftsgrößen Räume eröffnen oder an Gesprächen teilnehmen. Dann hat man auf einmal Thomas Gottschalk an der Strippe.

Aber was sind die Nachteile? Die App ist derzeit nur für das iOS, also Apple-Betriebssystem verfügbar. Das schließt schon mal alle anderen Betriebssysteme (Android, Windows, Firefox etc.) – und damit knapp 70 Prozent aller Smartphone-Nutzer – aus.

Eine weitere Besonderheit ist, dass man nur auf Einladung von einem Nutzer, der bereits Mitglied ist, Zugang bekommt. Man muß also jemanden kennen, der einen hineinlässt. Befeuert durch diese künstlich erzeugte Exklusivität hat die App einen regelrechten Hype erlebt. Aber nicht jeder, der Interesse hat, konnte und kann einfach teilnehmen.

Daneben gibt es Kritik an dem Datenschutzverhalten der App, da man sich mit der Telefonnummer registrieren muß und durch die Freigabe von dem Adressbuch auch Informationen von Dritten weitergibt.

Ein weiterer Nachteil: Die „Live”-Situation führt dazu, dass der einmal erstellte Content nicht gesucht und mehrfach genutzt werden kann. Damit reduziert sich automatisch – im Gegensatz zu Podcast-Formaten – die angestrebte Zielgruppe.

All diesen Einschränkungen muss man sich bewusst sein, wenn man sich mit dem Gedanken auseinandersetzt, Clubhouse für seine Kommunikation einzusetzen.

Fazit:

Wenn man eine technikaffine und aufgeschlossene Zielgruppe ansprechen möchte, die Apple Iphone Nutzer sind (Die Android Version ist geplant, es gibt aber aktuell noch keinen Veröffentlichungstermin), der hat mit Clubhouse eine sehr exklusive Plattform. Als generellen oder alleinigen Kommunikationskanal, eignet sich Clubhouse eher nicht.