Suchmaschinenoptimierung für KMUs

Wann immer wir auf der Suche nach einem Produkt oder einer Dienstleistung sind, nutzen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit Google, um ein passendes Angebot zu finden. Man gibt seinen Suchbegriff in die Suchmaschine ein und verlässt sich auf die Ergebnisse der ersten Seite – oft in absteigender Relevanz. Das bedeutet, dass insbesondere die ersten Treffer unsere Aufmerksamkeit genießen. Bei Google gehen täglich ca. sechs Milliarden Suchanfragen ein, durchschnittlich benutzen über ⅔ der User Google mindestens 3 mal am Tag. Google ist also zum Mittel der Wahl geworden, wenn man nach Produkten oder Dienstleistungen sucht. Entsprechend relevant ist die Platzierung der eigenen Website.

Welche Webseiten allerdings die oberen Plätze der Suchergebnisse einnehmen, entscheidet nicht der Zufall. Man hat es in der Hand, sich diese Positionen zu erkämpfen.

Hier kommt die Suchmaschinenoptimierung ins Spiel.

Entsprechend wollen wir jetzt mal beleuchten, was Suchmaschinenoptimierung bedeutet und welche Potentiale SEO für KMUs hat.

Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinen, z. B. Google, funktionieren auf Grundlage von sogenannten Keywords. Keywords sind nichts anderes Schlüsselwörter, also die Suchbegriffe, die ein User eingibt. Der Algorithmus der Suchmaschine bewertet eine Website automatisch durch das scannen der Inhalte und den Abgleich der gefundenen Keywords, um so die Relevanz der Seite zu bewerten. Je besser die indizierten Keywords der Seite zu den Suchbegriffen der User passt, desto höher wird die Relevanz eingestuft. Die Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO=Search Engine Optimization) beschreibt alle Maßnahmen, die die Position einer Webseite zu bestimmten Keywords (Keyword Ranking) in den Suchergebnissen verbessern.

Ein Beispiel: Ein Versicherungsmakler hat eine besonders günstige Autoversicherung. Die potentiellen Kunden sind also Nutzer, die gerade auf der Suche nach einer neuen Autoversicherung sind. Entsprechend ist zum Beispiel das Keyword “Autoversicherung” oder “günstige Autoversicherung” relevant. Wenn die Produktseite nun auf diese Schlüsselwörter optimiert ist, erhöht das die Chance, auf den ersten Plätzen bei den Suchergebnissen zu diesem Keyword zu landen. Und eine Positionierung unter den ersten drei bis vier Ergebnissen sorgt dafür, dass ein Großteil der Suchenden auf diese Seite klicken und sich mit dem Produkt auseinandersetzen wird. Ist die Website dagegen erst auf Seite drei der Suchergebnisse zu finden, werden nur vergleichsweise wenig Nutzer den Weg auf die Produktseite finden.


Vorteile von SEO für KMUs

Grundsätzlich ist das zentrale Ziel der Suchmaschinenoptimierung eine hohe Platzierung auf den Ergebnisseiten in Suchmaschinen. Mit den richtigen Maßnahmen können aber darüber hinaus noch weitere wichtige Ziele erreicht werden:

- steigern der Sichtbarkeit im Internet.

- gezielte Positionierung als Nummer 1 Ansprechpartner in dem entsprechenden Kontext

- gezielte Steuerung der Außenwahrnehmung des Unternehmens

- steigern des Traffics, d.h. der Nutzerzahlen auf der Webseite

- gezielte Umsatzsteigerung

Diese Maßnahmen stehen in engem Zusammenhang miteinander und hängen voneinander ab: So führt eine steigende Sichtbarkeit im Internet zu höheren Nutzerzahlen auf der Website. Damit erhöht sich automatisch das Potenzial für neue Kunden und Kundinnen, was im besten Fall dann mehr Umsatz bedeutet.

Es ist sehr wichtig, sich bewusst zu machen, dass SEO kein Sprint ist, sondern eher ein Marathon. Effekte zeigen sich nicht von heute auf morgen. Es ist Kontinuität gefragt und Unternehmen müssen ihre Maßnahmen fortlaufend beobachten und optimieren, um nachhaltig zu wachsen.

Diese SEO-Maßnahmen gibt es

Grundsätzlich entscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen sehr individuell, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Sie alle haben aber einen gemeinsamen Ursprung und ein gemeinsames Ziel: Sie gehen von einer Webseite aus und verfolgen den Anspruch, die jeweilige Webseite in den Suchergebnissen der Suchmaschine so weit oben wie möglich – nämlich in den Top 10 – zu platzieren.

Dabei gibt es zwei zentrale Dimensionen: die Onpage- und die Offpage-Optimierung.

Zur Onpage-Optimierung zählen:

  • die Verbesserung der technischen Voraussetzungen auf der Webseite

  • die Erstellung, gezielte Ausrichtung und Optimierung von Text- und Bildinhalten auf der Webseite

  • die systematische Gestaltung der sogenannten User Experience (Nutzererfahrung) auf der Webseite

  • die Optimierung der internen Verlinkungsstruktur auf der Webseite

Zur Offpage-Optimierung zählen:

  • externer Linkaufbau

  • PR- und Branding-Maßnahmen

  • Social Media und Content Marketing


Hohes Potenzial für KMUs: Lokales SEO

Vor allem kleine und mittelständische Betriebe haben häufig einen regionalen Fokus. Es ist also erstrebenswert, gerade bei lokalen Suchanfragen Top Platzierungen in den Suchergebnissen zu erzielen. Es gibt erfolgversprechende Strategien, aber auch ein paar einfache Quick Wins, die dabei helfen können. Einige davon sind:

  • Website-Inhalte auf das passende lokale Keyword optimieren

  • Google My Business Account erstellen und dort möglichst viele Unternehmensinformationen hinterlegen

  • das Unternehmen in (regionale) Branchenverzeichnisse eintragen


Fazit

Auch wenn KMUs häufig über einen festen und treuen Kundenstamm verfügen, kann es im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern ein Problem geben: denn ein Teil der Konkurrenz wird die Vermarktungspotenziale durch digitale Kanäle schon erkannt haben. So schöpfen Wettbewerber vielleicht schon das Potenzial der Suchmaschinenoptimierung aus und erschließen damit Kundengruppen, die für das eigene Unternehmen sehr interessant wären. Wenn ein Unternehmen also Neukunden gewinnen, langfristig wachsen und sich gegen seine Konkurrenz behaupten will, ist der Nutzen von einer fundierten Suchmaschinenoptimierung offensichtlich.