Social Media Marketing Strategien für 2021

Seit letztem Jahr haben die meisten Unternehmen die Bedeutung der sozialen Medien als einen wichtigsten Kommunikationskanäle erkannt. Gerade durch die Corona-Maßnahmen, also Lockdowns und Social Distancing, hat die Nutzung der digitalen Kanäle für Online-Shopping, Kontaktaufnahme und Kundenbindung stark zugenommen. Mithilfe der sozialen Medien können Unternehmen auch in Krisenzeiten Markenbotschaften kommunizieren, Mitarbeiter gewinnen und Kundenkontakte pflegen. Social Media ist zwar ein sehr schnelllebiges Medium, dennoch gewinnt es zunehmend an Relevanz und wird von Kunden und potentiellen Kunden erwartet.

Entsprechend haben wir Strategie-Ansätze gesammelt, damit Sie die sozialen Kanäle gewinnbringend einsetzen können:

  1. Mitarbeiteraktivierung

  2. Social Media Remixing

  3. Authentizität

  4. Aufbau von Inhalten

  5. Multi-Plattform-Kommunikation

  6. Ad-Kampagnen


#1 Mitarbeiteraktivierung

Es gibt Content in Überfluss, die organische Reichweite geht zurück und die Preise für Reichweite durch Kampagnen steigen. Das gilt vor allem für etablierte Netzwerke, die aber natürlich durch ihre großen Nutzerzahlen besonders interessant für Unternehmen sind. Also müssen Unternehmen neue Wege ausprobieren, um möglichst viel organische Reichweite zu generieren. Einer davon ist, eigene Mitarbeiter – aus allen Abteilungen – Teil des Social Media Teams werden zu lassen.

Die Mitwirkung der Mitarbeiter kann die Reichweite der Unternehmensaccounts um ein Vielfaches erhöhen. Und das komplett kostenlos. Denn jeder Mitarbeiter hat sein eigenes Netzwerk. Wenn also ein Team mit den Inhalten auf der Unternehmensseite interagiert, wird der Inhalt automatisch mehr Menschen angezeigt, denn es werden so auch die Kontakte der Teammitglieder einbezogen. Natürlich können Mitarbeiter noch viel stärker einbezogen werden, nämlich als Content Creator. Das sorgt für eine sehr authentische Kommunikation und verleiht dem Unternehmen Nahbarkeit.

#2 Social Media Remixing

Social Media Remixing bezeichnet das Adaptieren und Neuinterpretieren von Trends, Formaten und auch Memes. Vor allem jüngere Zielgruppen wollen Inhalte nicht mehr nur konsumieren. Sie möchten sie mitgestalten. User Generated Content (UGC) ist zwar nichts Neues, verändert sich aber ständig und lässt sich natürlich auch für Marketingzwecke nutzen. Beispielsweise teilen 43 Prozent der 16- bis 29-Jährigen regelmäßig Memes; 37 Prozent sind sogar davon überzeugt, Memes wären Kunst. Und auch das Nachempfinden erfolgreicher Formate ist ein klarer Trend, wie man zum Beispiel auf TikTok beobachten kann. Als Unternehmen und Marke ist allerdings Vorsicht angesagt! Sensibilität im Umgang mit dem oft auch politischen und sozialkritischen Format ist geboten. Es ist also unerlässlich, sich einen genauen Überblick über Kontext und Inhalte zu machen, um als Unternehmen oder Marke nicht in einem fragwürdigen Umfeld zu erscheinen. Ist die Grundlagenarbeit aber erledigt, können Unternehmen und Marken so mit ihren Kunden und Fans stärker interagieren und gemeinsam neuen Content kreieren. Dabei wird den Fans Raum für ihre eigene Kreativität gegeben.

#3 Authentizität

Gerade die Erfahrungen mit Corona haben gezeigt, welche Eigenschaften Nutzern bei Unternehmen wirklich wichtig sind, um eine digitale Beziehung zu ihnen einzugehen. Diese Eigenschaften sind: sozial, persönlich und nahbar. Dazu gehört auch, dass Unternehmen selbstreflektiert mit sich selbst und ihren Inhalten umgehen und es dürfen auch gern Ecken und Kanten zum Vorschein kommen. Außerdem ist es unerläßlich, in den Dialog mit der Nutzerschaft zu treten, Stellung beziehen und die eigenen Werte nach außen zu kommunizieren. Ein tragendes Element für mehr Authentizität sind hier, wie schon erwähnt, natürlich auch die eigenen Mitarbeiter. Denn diese geben dem Unternehmen ein Gesicht und haben eine hohe Glaubwürdigkeit.


#4 Aufbau von Inhalten

Mehr Content führt (tendenziell) zu mehr Reichweite. Die Herausforderung, die man dabei hat, liegt auf der Hand: Inhalte bedeuten Aufwand. Doch es gibt Ansätze, um die Produktion effizienter zu gestalten und Synergieeffekte zu nutzen.

#Content-Serien entwickeln

Formate, die immer wieder verwendet werden können, ohne langweilig zu werden.

#Content-Quellen definieren

Die meisten Unternehmen haben neben Social Media zusätzliche Kanäle mit weiteren Inhalten. Diese Inhalte können genutzt werden, um Social Media Content daraus abzuleiten.

#Content-Pool etablieren

Mitarbeiter können als Content Creator mitwirken. Denn authentische Inhalte funktionieren sehr gut auf Social Media und die Erstellung wird auf mehreren Schultern verteilt.

#Redaktionsplan erstellen

Man kann an einem Tag Content für mehrere Monate produzieren. Mit dem richtigen Plan und guter Organisation.

#Content-Adaptionen

Aus Long-Form-Inhalten kann man oft sehr gut Micro-Content ableiten. So lassen sich Inhalte Plattform-spezifisch adaptieren und zahlen aufeinander ein.


#5 Multi-Plattform-Kommunikation

Im Rahmen der Strategieentwicklung werden unter anderem auch die relevanten Plattformen festgelegt. Dabei empfiehlt es sich, jede Plattform als Möglichkeit zu betrachten, um das Unternehmen jeweils von einer anderen Seite zu zeigen. So eine Multi-Plattform-Strategie könnte beispielsweise folgende Kanalwahl und Funktion definieren:

LinkedIn

Diese Plattform wird insbesondere für Business-relevante Themen eingesetzt. Hier sollen potentielle und bestehende Kunden sowie Mitarbeiter erreicht werden.

Xing

Als reine Employer Branding bzw. Recruiting Plattform eignet sich Xing gut.

Facebook

Facebook stellt einen Mix dar, mit Fokus auf Employer Branding Themen.

So schafft man für die Follower einen Grund, dem Unternehmen auf den verschiedenen Plattformen zu folgen. Außerdem können so die einzelnen Plattformen noch effektiver und gezielter eingesetzt werden.


#6 Ad-Kampagnen

Social Media Ads sind nach wie vor unterbewertet. Welches andere Medium bietet uns die Gelegenheit, für verhältnismäßig wenig Budget tausende von potentiellen Kunden gezielt zu erreichen? Dabei können die Ads für unterschiedliche Unternehmensziele eingesetzt werden: Reichweite, Traffic, Leads, Sales, etc. Alles ist möglich. Mit dem richtigen Know-How, der Bereitschaft zum Testen und Analysieren, lassen sich unglaubliche Ergebnisse erzielen. Außerdem kann man durch die entstehenden Analyse-Daten sehr viel über seine Zielgruppe lernen und seine Inhalte entsprechend optimieren.