Methodik und Ablauf eines Strategie-Sprints

Die Strategie – egal, ob für die Geschäftsentwicklung oder kommunikative Maßnahmen – ist vergleichbar mit einem Rezept beim Kochen. Es definiert Zutaten, die Handgriffe zur Zubereitung und hat ein klar formuliertes Ziel. Um für das Unternehmen die richtige Strategie zuzubereiten bedarf es sogenannte Strategie-Sprints. Hierbei erarbeiten Teammitglieder aus allen beteiligten Abteilungen in einem mehrstündigen komprimierten Format gemeinsam einen Plan, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Um diese Analogie fortzuführen, kombiniert ein Strategie-Sprint die Zutaten (Recherche, Daten, Personen) mit Handlungsanweisungen (Prozesse, Methoden, Frameworks) und einem definierten Ziel. Das Ergebnis ist eine fundierte Kommunikationsstrategie.

Als Kommunikationsstrategien werden mittel- bis langfristige Verhaltensrahmen bezeichnet, die alle Maßnahmen, mit denen Unternehmensbotschaften nach außen vermittelt werden, erfassen. Mit dieser Hilfe wird eindeutig und zielgerichtet kommuniziert und ein professionelles Bild vom Unternehmen vermitteln. Oder anders gesagt: Warum pflegt ein Unternehmen mit wem und wie den Dialog?

Eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Strategie-Sprint ist zunächst die Auswahl der Teilnehmer:innen. Dazu sollte das Schlüsselpersonal aus allen relevanten Abteilungen involviert werden, wie zum Beispiel Marketing, Management, HR, Sales und Produktion sowie eventuelle Agenturpartner:innen. So erreicht man nicht nur eine abteilungsübergreifende Akzeptanz für die entwickelten Maßnahmen, sondern es ziehen auch alle an einem Strang. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass geplante Inhalte und Assets synergetisch genutzt werden und so redundanten Produktionen vorgebeugt wird.

Zu Beginn eines Strategie-Sprints werden zunächst alle analytischen Erkenntnisse aus der Anamnese, also der Analyse des bisherigen Contentprozesses, zusammengefasst, um für alle Teilnehmer:innen eine gemeinsame Ausgangsbasis zu schaffen. Dies umfasst neben den bisherigen Kommunikationsaktivitäten auch Einschätzungen zur Zielgruppe und der bestehenden Kanäle. Auf dieser Basis werden nun die bestehenden Informationen validiert, um dann wertvolle Erkenntnisse zu der Zielgruppe, deren Interessen und Kanälen abzuleiten. Dazu gehört ebenfalls eine Marken- und Wettbewerbsanalyse. Anhand dieser Ergebnisse und im Einklang mit dem Markenprofil wird ein klares Mission Statement formuliert. Dieses Mission Statement ist das erste Element, um alle folgenden Schritte zu überprüfen. Die Definition von Indikatoren, die uns Aufschluss über den Erfolg der Maßnahmen geben sollen, ist ein elementarer Bestandteil jeder Strategie.

Bei einem Strategieworkshop, der – je nach Teilnehmerzahl – bis zu sieben Stunden dauert, bewährt es sich, Abwechslung in den Ablauf zu bringen und die Inhalte auf verschiedene Arten zu erarbeiten. Denkbar sind beispielsweise:


  • Vorträge durch Fachexperten (z. B. zum Markt und Wettbewerb)

  • Erarbeitung z. B. von Trends im Unternehmensumfeld in Kleingruppen und anschließende Präsentation im Plenum

  • Einzelarbeit: Jeder überlegt für sich selbst und präsentiert vor der Gruppe

  • Diskussion in einer großen Runde


Auf diese Weise werden konkrete Content- und Kanalstrategien, Mission und Challenges, KPIs und Bewertungskriterien für Kreation sowie ein eindeutiger Creative Brief erarbeitet. Das Ergebnis ist nicht nur etwas Handfestes, sondern auch die Klarheit über die künftige Kommunikation und die nächsten Schritte – und das abteilungsübergreifend.